Empfehlungen zur Vergütung von EMP-Lehrkräften

1. Mehraufwand bei Zusammenhangstätigkeiten

 

Elementare Musikpraxis findet in der Regel mit Gruppen ab 8 Personen statt. Entsprechend entsteht ein erheblich erhöhter zeitlicher Aufwand im Bezug auf Elternkontakte (Information, Beratung, Elternabende etc.), Gespräche mit Kooperationspartnern und Schülerbeurteilungen im Gegensatz zum Einzel- und Kleingruppenunterricht. Dieser Mehraufwand kann mit den üblichen Zusammenhangstätigkeiten nicht abgegolten sein, daher empfiehlt der AEMP auf EMP-Stunden keinen Ferienüberhang zu berechnen.

 

 

2. Regiezeiten

 

Räumliche Vorbereitungszeiten sowie organisatorische Absprachen mit Begleitpersonen der Kinder sollten als Regiezeiten wie folgt berechnet werden:

Grundsätzlich 30 Minuten für Auf- und Abbau pro Unterrichtstag und Unterrichtsraum, darüber hinaus 15 Minuten pro Unterrichtseinheit für organisatorische Absprachen mit Begleitpersonen, das Führen von Listen, Umbau etc. 

Bsp: Eine Lehrkraft unterrichtet an einem Tag 2 Gruppen MFE (á 60 Minuten) in Raum A und 1 Gruppe mit Kindern im Grundschulalter in Raum B (60 Minuten). Die Regiezeit berechnet sich wie folgt: Auf- und Abbau Raum A (30 Minuten) + Auf- und Abbau Raum B ( 30 Minuten) + 2 x 15 Minuten MFE + 15 Minuten Grundkurs = 105 Minuten Regiezeit

 

 

3. Mobilität

 

EMP-Lehrkräfte wechseln aufgrund dezentraler Angebote häufig den Unterrichtsort und können daher das notwendige Material nicht in einem Unterrichtsraum lagern. Der AEMP empfiehlt neben der Anrechnung der Fahrzeiten und Übernahme der Fahrtkosten die Zulassung des Privat-KFZ als Dienstreiseverkehr.

 

 

Die Empfehlungen beziehen sich sowohl auf angestellte Lehrkräfte nach TVöD, die mindestens nach Entgeltgruppe 9 vergütet werden, als auch auf Honorarlehrkräfte.

 

 

AEMP (Arbeitskreis Elementare Musikpädagogik Deutschland) 2014

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